Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Epheser 1, 3-14 zur Konfirmation am Trinitatisfest

    vom 27.05.2018

    Ihr Konfirmanden sagt: Jesus ist uns nah. Wir glauben mit ihm an Gerechtigkeit und Freiheit. Er zeigt uns: Wir sind unersetzlich. Er gibt uns Mut, mit ganzem Einsatz zu leben und zu lieben. Wir wollen uns nicht abfinden mit der Teilung der Welt in Freunde und Gegner. Wir glauben nicht, dass Krieg unvermeidlich ist und Frieden unerreichbar. Wir glauben nicht an die Hölle, denn Gott hat uns mit unseren Fehlern geschaffen und wird uns verzeihen. Wir glauben, dass jeder eine zweite Chance verdient.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Epheser 4, 11-16 am Pfingstmontag

    vom 21.05.2018

    Es entsteht das Bild einer Kirche, die sich nicht ängstlich, von Unsicherheit beherrscht, in ihre eigenen Mauern zurückzieht, sondern sich öffnet für die Menschen, für das Leben; die sich findet, indem sie sich aufs Spiel setzt – wie der, dessen Namen sie trägt, und seiner Liebe vertraut, die längst Himmel und Erde erfüllt.

  • Predigt über Apg. 2, 1-18 im Kantatengottesdienst am Pfingstsonntag

    vom 20.05.2018

    Sind wir wirklich Feuer und Flamme für unseren Gott? Kann man uns ansehen und abspüren, dass wir begeisterte Leute sind? Pfingsten will ein Fest der guten Lebenskraft in uns sein. Das gilt es zu feiern: dass Gott uns diesen Geist gibt, den Windbraus des Herrn, der uns kräftig macht im Kampf gegen Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit in unserem Leben und in der Welt. Gott braucht begeisterte Leute, die auch einmal scheinbar unvernünftige, deplatzierte Sachen denken und machen. Gott will uns als Leute, an deren Art zu leben man spürt, dass sie besetzt, dass sie besessen sind von der Liebe, die wir bei Jesus sehen. Dass wir uns treiben lassen, gehen lassen, uns überkommen lassen von seinem Geist. Gott selbst will uns stark machen, uns zu öffnen für neues Leben, innerhalb und außerhalb von Kirchenmauern.

    Landesbischof Gerhard Ulrich

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  • Predigt über Jeremia 31, 31-34 am Sonntag Exaudi

    vom 13.05.2018

    Zwischen Erinnerung an Tage und Ereignisse der Vergangenheit und Hoffnung auf die von Gott versprochene friedvolle Zukunft stehen wir an diesem Sonntag – und in dieser Erinnerung und voller Hoffnung denken wir morgen an die Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren. Die Erinnerung verkürzt die Distanzen. Jeremias Worte klingen neu.

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Offenbarung 1, 4-8 zu Christi Himmelfahrt

    vom 10.05.2018

    Himmelfahrt ist ein Abschied, der uns ein gutes Wort mitgibt. Eine Verantwortung, die durch sein gutes Wort gesegnet ist. „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“

  • Predigt über Kolosser 4, 2-6 am Sonntag Rogate

    vom 06.05.2018

    Gott bleibt ganz Ohr für die Gebete der Menschen. Auch ihre Unbeholfenheit hält ihn nicht davon ab. Gebetserhörungen sind keine Belohnung dafür, dass einer alles richtig macht beim Beten. Alle Gebete werden er-hört. Selbst aus dem Schmerz des Vermissens hört Gott das Gebet heraus. Und die Sehnsucht danach, beten zu können, ist schon Gebet vor Gott.

  • Predigt über Apostelgeschichte 16, 23-34 am Sonntag Kantate

    vom 29.04.2018

    Heute wär es ein Wunder, wenn in einer Notlage überhaupt jemand singt. Laut betet. Worte hat, Melodien kennt und Texte weiß auch von der zweiten und dritten Strophe. Wer singt noch? Musik nimmt zu und Singen nimmt ab, wissen wir. Früher war Stille normal. Jahrtausende lang war der Klang der Stille das, was man kannte. Singen war üblich, wie denn auch nicht? Melodien stecken in jedem Menschen. Mehr als eigener Gesang aber, Musik vieler Instrumente etwa, war außergewöhnlich und nicht für jeden zu haben. Heute ist Musik allgegenwärtig und billig, oft kostenlos. Stille dagegen ist kostbar geworden und selten. Eine Bereicherung? Oder Verarmung?

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt am Sonntag Jubilate über 2. Korinther 4, 16-18

    vom 22.04.2018

    Gottesgewissheit haben wir nicht wie einen Besitz. Sie ist manchmal angefochten, erkämpft, vielleicht verteidigt. Sie kennt auch Momente des Müde-Werdens.
    Es bleibt der Glaube ein Weg, eine Wanderung. Von Tag zu Tag. Aber von Ostern her sieht Paulus diesen Weg nicht in Verfall und Tod endend. Er hält sich fest an der Zukunft Gottes, die Leben heißt – selbst noch durch den Tod hindurch.

  • Predigt über 1. Petrusbrief 5, 1-4 am Sonntag Miserikordias Domini

    vom 15.04.2018

    Uns gehen die Hirten aus und die Weidegründe und die alten Modelle, wie eins mit dem anderen zusammenhängt. Nachwuchsmangel wird spürbar. Viele Gemeinden suchen nach Hauptamtlichen, schreiben Stellen immer wieder aus. Es gibt schon jetzt Dörfer und Stadtgemeinden der Nordkirche, da scheint niemand hin zu wollen. In ein paar Jahren, wenn die geburtenstarken Pastoresjahrgänge in den Ruhestand gehen, werden wir noch mehr Stellen nicht mehr besetzen können. Weitere Gemeinden werden zusammengelegt. Weitere Gebäude aufgegeben. Noch mehr Arbeit verteilt sich auf noch weniger Schulter, rechnen uns Pröpstinnen vor. Das alte Bild vom Pastor und seinen Schäfchen im Stall (im Trockenen?) funktioniert dann nicht mehr. Geht das an die Existenz? Steht das Ende vertrauter Gemeindeordnung an? Müssen wir uns damit arrangieren? Klar ist: Wir brauchen neue Ideen!

    Pastorin Margrit Wegner

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  • Predigt über Kollosser 2, 12-15 am Sonntag Quasimodogeniti

    vom 08.04.2018

    Frühlingsleben – die Liedstrophe trägt zusammen, was das ist: seine Schönheit, seine Vielfarbigkeit, in der sich Sonnentage des Lebens und schwere Tage sammeln. All das, was blüht, wächst und gedeiht im eigenen Leben – vielleicht ganz zart. Aber andere haben gut davon.
    Beim Frühlingsspaziergang durch die blühende Natur gehen, lauschen, die Wärme der Sonne spüren, tief einatmen – und denken: Ich auch.
    Und ich denke an den alten Pastor und hör ihn noch singen: Nu lacht de Ostermorgen. Nu ist de Noot vörbi, un all mien Angst un Sorgen smiet ik wiet achter mi.

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