Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Johannes 3, 22-30 am Johannestag

    vom 24.06.2017

    Die Geste des Johannes ist nicht der erhobene Zeigefinger, den viele immer noch mit Kirche in Verbindung bringen. Sie hat nichts Belehrendes, nichts „von oben herab“. Johannes möchte ja eben gar nicht die besondere Aufmerksamkeit für sich selbst; er stellt nicht sich selbst in den Mittelpunkt. Johannes ist Wegweiser, in dem er von sich selbst weg weist.

  • Konfirmationspredigt über 1. Mose 28, 10-19a

    vom 11.06.2017

    Gott will, dass wir glücklich sind. Und dazu gehört auch, Segen weiterzugeben. Jakob, der Gesegnete, soll zum Segen werden für alle Völker der Erde. Und Ihr auch. Ihr seid ein Segen. So denkt Gott über Euch. Wie das geht – Segen in die Welt bringen? Eure Konfirmationssprüche erzählen es...

  • Predigt über Johannes 16, 5-15 am Pfingstsonntag

    vom 04.06.2017

    Irgendwann ist der Moment da, wo die Dinge beim Namen genannt werden müssen. Irgendwann ist die Zeit reif für die Wahrheit. Dann muss man sie aussprechen. Auch dann, wenn es unendlich schwer sein kann. Die Wahrheit ist nicht einfach, aber ohne sie macht man einfach weiter wie bisher und alles wird falsch. Das Leben erschöpft sich im ‚so tun als ob‘.
    Die Wahrheit wird euch frei machen, das hatte Jesus ihnen schon vorher gesagt.

  • Predigt über Johannes 7, 37-39

    vom 28.05.2017

    "Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke."
    So verkündigt Jesus sich im Grunde selbst. Es geht nun nicht mehr um die bloße Freude und Geschäftigkeit eines Volksfestes. Es geht ums Ganze. Es geht ums Leben. Er ist das Wasser, das den Menschen das Heil bringt. Er ist derjenige, den die Propheten in der Heiligen Schrift ankündigen. Er selbst ist die Quelle. Im wahrsten Sinne, der Weg zum Leben.

    Vikarin Carolin Lilienthal

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  • Predigt über "Nun ruhen alle Wälder" und "Der Mond ist aufgegangen"

    vom 23.05.2017

    Es ist das Urvertrauen des Glaubens, das hinter allem und trotz allem eine große Güte uns birgt.
    So winzig unsere Zeit in den Jahrmillionen, so klein dieses Planetchen im Universum – und dennoch angesehen von dem Gott, der alles geschaffen hat. Seine ganze Schöpferkraft in jedem Leben. Das sind wir – einer von unvorstellbar vielen – und dennoch unendlich kostbar und in Ewigkeit nicht vergessen.

  • Predigt über Matthäus 21, 12-17 am Sonntag Kantate

    vom 14.05.2017

    »Mein Haus soll ein Bethaus heißen« sagt Jesus.
    Darum gibt es Kirchen. Dafür sind sie da. Damit Menschen einen Ort haben für ihr Glück und ihre Not, für ihren Dank und ihre Klage und ihre Bitten. Für all das, was ihnen auf dem Herzen liegt. Einen Ort, wo man sich alles von der Seele reden kann oder schweigen, wenn einem die Worte fehlen.

  • Predigt über Ezechiel 34, 1-16.31 am Sonntag Miserikordias Domini

    vom 30.04.2017

    Miserikordias Domini – das Erbarmen des Herrn. Worte zärtlichster Zuwendung. Gott ergreift Partei. Hinter der Glut des Zornes verbirgt sich die Glut der Liebe. Nein – es ist dieselbe Glut. Die Leidenschaft Gottes ist seine Leidenschaft für mich – für jeden Menschen. Darum hält Gott sich nicht heraus. Gott verhält sich zu den Verhältnissen. Gott erklärt sich für zuständig – nicht nur für die himmlischen, sondern auch für die irdischen Dinge...

  • Predigt über Matthäus 28, 1-10 am Ostersonntag

    vom 16.04.2017

    „Christus ist das Licht. Gelobt sei Gott!“
    In die Dunkelheit der Nacht hineingetragen das Licht und in die Stille hineingesagt die Worte. Nein: hineingesungen.
    Die Sprache zieht ihr schönstes Gewand an: Töne, Klänge, Melodien. Die Instrumente werden ausgepackt, damit es noch schöner klingt. Pauken und Trompeten dazu, damit es auch schön laut klingt. Alle sollen es hören, und es soll ihnen ans Herz gehen und ins Herz gehen, dass Ostern ist.

  • Predigt über Markus 14,17-26 zum Feierabendmahl Gründonnerstag

    vom 13.04.2017

    Das Evangelium nach Markus nimmt uns alle mit hinein in das Abendmahl. Der Evangelist benennt keine Namen. Jesus sagt hier nicht: der ist´s.
    Und dann gibt er das Brot. Letztendlich verlässt der Verräter die Tischgemeinschaft nicht. Er bleibt in der Gemeinschaft. Und im Grunde wundern wir uns, warum schreitet Jesus nicht ein? Wie kann seine Antwort darauf sein: Nehmet; das ist mein Leib.
    Aber es bleibt dabei. Jesus hebt die Gemeinschaft mit dem Verräter nicht auf. Er gibt sich dem Sünder hin, er gehört dazu. Auch der Verräter erhält das Geschenk des Abendmahls.

    Vikarin Carolin Lilienthal

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  • Predigt über Johannes 12, 12-19 am Sonntag Palmarum

    vom 10.04.2017

    Erinnerungen – einerseits - sind Festigung des Guten. Tragenden. Das, was einen stabil macht und sicher. Konfirmation selbst ist ja stärkende Erinnerung, dass ich getauft bin und gesegnet, ein Leben lang, und „in Christus eingesenkt“ (wie es im Lied eben hieß).
    Andererseits enthält Erinnerung auch immer wieder Erschütterndes. Innere Bilder des Schreckens. Sie werden manchmal erst nach Jahrzehnten hochgerissen. Lassen einen nicht los. Auch solch traurige und angstmachende, gar traumatischen Erinnerungen trägt jeder Mensch mit sich herum: als dunkles Erbe durchlittener Zeit und als Narben auf der Seele.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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