Dom zu Lübeck

Kirchenmusik

Faszination Schnitger Orgel

Wir bitten um Spenden für die Rekonstruktion der Schnitger-Orgel!

Die „Orgelstadt Lübeck“ hat im Verlauf ihrer Geschichte durch den sich wechselnden Zeitgeschmack und durch Kriegseinwirkungen viele ihrer wertvollen barocken Instrumente verloren. So auch die frühere Dom-Orgel, die in der Nacht zum Palmsonntag 1942 verbrannte. Sie war eine der bedeutendsten Orgeln Nordeuropas, erbaut von Arp Schnitger 1696-1699, eingeweiht unter Beteiligung des Marien-Organisten Dieterich Buxtehude, klanglich verändert am Ende des 19. Jahrhunderts.

Von der historischen Orgel ist heute noch der Spielschrank erhalten, welcher 1892 beim Umbau durch die Firma Walcker aus dem Ensemble der Orgel herausgelöst wurde. Er fand im St. Annen-Museum seinen Platz und blieb dort von der Zerstörung des Krieges verschont. Heute ist er ein wichtiges Ausstellungsobjekt in der neugestalteten Dauerausstellung zur Musikgeschichte Lübecks im St. Annen-Museum.

Diese einstige Lübecker Domorgel wurde zum Vorbild eines Orgelneubaus in Göteborg/Schweden, welche das Forschungsprojekt GoArt im Jahr 2000 vollendete. Dabei wurden wiedergewonnene historische Handwerkstechniken verwendet, die zu einem außergewöhnlich geglückten Resultat führten.

Dadurch angeregt veranstalteten die Musikhochschule Lübeck und die Domgemeinde Lübeck im Jahr 2002 ein internationales Symposium, in dessen Rahmen die Möglichkeit eines Orgelneubaus im Westwerk des Lübecker Doms diskutiert wurde.

Die Gespräche zwischen Verantwortlichen der Domgemeinde mit Vertretern der Musikhochschule, mit Orgelbauern, Vertretern des Kirchenkreises und der Lübecker Denkmalpflege sowie weiteren Gremien führten 2007 zu einem ersten Zwischenresultat.

Es bedurfte aber weiterer Schritte bis hin zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs, aus welchem 2012 der Entwurf des Lübecker Architekten Helmut Riemann und seines Teams siegreich hervorging.
Er wurde der Lübecker Öffentlichkeit vorgestellt und in den Medien zustimmend kommentiert.

Das 2013 entstandene Modell dieses Entwurfs im Maßstab 1:20 können Sie hier betrachten. Es wurde von Johanna Burkhardt (Jugendbauhütte Lübeck) angefertigt und lässt die Konzeption noch besser erkennen.
Der Kirchengemeinderat am Dom zu Lübeck hat beschlossen, nach der sorgfältigen gedanklichen Vorarbeit jetzt mit ganzer Kraft an die Realisierung des Vorhabens zu gehen.

Wohl wissend, dass dieses Vorhaben auch weiterhin einen langen Atem braucht, eröffnet sich mit dem vorliegenden Entwurf die Möglichkeit den Wiederaufbau des Doms dort zu vollenden, wo die Kriegszerstörung besonders gravierend war: im Westchor. Zugleich bietet er die Chance die verschiedenen Anliegen an den Raum in Harmonie miteinander zu verbinden.

Die Kontoverbindung der Domgemeinde ist bei der Sparkasse Lübeck |

IBAN DE76 2305 0101 0003 3011 16 | BIC NOLADE21SPL

     Hartmut Rohmeyer

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