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"Ewiges Licht. Eine improvisierte Totenmesse" - Wintermusik bei Kerzenschein

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"Ewiges Licht. Eine improvisierte Totenmesse" - Wintermusik bei Kerzenschein


Datum Sonntag, 21. November 2021, 16:00 - 17:00 Uhr
Standort Dom, Domkirchhof, 23552 Lübeck
Mitwirkende
Theresa Szorek (Sopran), Jan Köhler (Percussion), Jakob Rieke (Sprecher), Fabian Luchterhandt (Tasteninstrumente)
"Ewiges Licht. Eine improvisierte Totenmesse" - Wintermusik bei Kerzenschein

"... das ewige Licht leuchte ihnen ..."

mit Theresa Szorek (Sopran), Jan Köhler (Percussion), Fabian Luchterhandt (Tasteninstrumente) und Jakob Rieke (Sprecher). 

Die Faszination der Menschen für den Tod und das geheimnisvolle "Danach" ist uralt - und für rationale, wissenschaftliche Erkenntnismethoden kaum zugänglich. Das offensichliche "Verschwinden" einer lebenden Person und die eigene Vergänglichkeit nicht Hinnehmen zu können (zu wollen?) führt "seit Menschengedenken" zu einem merkwürdigen Vakuum in unseren Weltbildern - und bildet die Keimzelle vieler Religionen und philosophischen Strömungen. Die großen Fragen, die sich angesichts des Todes stellen, werden jedoch oft nicht kleiner, wenn man sich Ihnen stellt, im Gegenteil! Undenkbar - und unentrinnbar?

Gerade das Christentum mit seiner Erzählung von Jesus Christus' Auferstehung und Überwindung des Todes im Zentrum hat über die Jahrhunderte packende, bildgewaltige Texte und Traditionen hervorgebracht, die dem "Denk-Vakuum" des Todes eine Form geben können: Aus verschiedenen Zusammenhängen stammende Textfragmente der lateinischen Messliturgie - Psalmen, Lobgesänge, Abschnitte aus dem Neuen und Alten Testament - bilden durch Umdichtung und Neukombination die lateinische "Totenmesse" des Mittelalters, das "Requiem". Diese Testsammlung und liturgische Form war ihrerseits dann wiederum Ausgangspunkt für zahlreiche künstlerische Vertonungen bis in die Moderne, von Mozart, Brahms, Verdi ... ihre Einflüsse reichen über die Filmmusik bis in die heutige Popkultur. 

All diese "Bedeutungslast" (im positivsten Sinne!) verbindet sich in unserem Konzert mit der Flüchtigkeit aus dem Moment heraus live erfundener Musik. Wir möchten versuchen, uns der Grenze des Lebens mit aller Schwere und Leichtigkeit, mit Worten, Gedanken, Farben, Tönen, mit Geist und Seele zu nähern. Unserem improvisierten Requiem geben wir den Titel "Ewiges Licht".

Eintritt frei